Nationalpark Val Grande

Bassa Val Grande

VG20 - anspruchsvolle Wanderung über 3 Tage


Abwechslungsreiche Tour im unteren Teil des Nationalparks, die neben grandiosen Panoramen auch faszinierende Einblicke in das einstige Leben der Bergbewohner bietet. Wie bei Tour nach Velina durchschreiten wir Geisterdörfer, alte Weinberge und schier endlose Trockenmauern - mittlerweile alles von der sich ungebremst ausbreitenden Natur vereinnahmt. Dazu übernachten wir in zwei der schönsten Hütten des Nationalparks und erleben sowohl wilde Schluchten als auch großartige Panoramen auf die Seen und die Walliser Viertausender.



Ausgangspunkt: Rovegro


Wir beginnen unsere Runde im Dörfchen Rovegro und steigen auf einer alten, wenig bekannten Mulattiera in Richtung Alpe Ompio auf. Durch hohes Gras und Farn führt uns die Route bis zu einem herrlichen Panoramaplatz hoch über Lago Maggiore, Lago di Mergozzo und Lago d'Orta. Kurz darauf passieren wir das Rifugio Fantoli, wo wir uns einen Kaffee genehmigen können.


Dann geht es hinein in den Nationalpark, und gleich bieten sich uns großartige Blicke auf die wilde Schlucht des Rio Val Grande. Auch unser Tagesziel, die Hütten von Velina, sehen wir bereits. Um dorthin zu gelangen, steigen wir zunächst über eine eindrucksvolle "Strà di Vacch" (Kuhstraße) ab - einst errichteten die Älpler faszinierende Kunstbauten, um ihr Vieh durch dieses schroffe Gelände zu bringen. Je tiefer wir kommen, desto steiler wird der Pfad, ehe wir schließlich die einzige Brücke weit und breit erreichen. Sie wurde im Krieg von den Partisanen gesprengt und 1946 originalgetreu wieder aufgebaut.


Nachdem wir den Fluss überquert haben, erwartet und ein letzter steiler Aufstieg zu unserem ersten Quartier. Die Anlage von Velina-Baserga ist ganzjährig bewohnt, und in der kleinen Hütte, die vor einigen Jahren für Wanderer eröffnet wurde, wird es uns an nichts fehlen.

Am Abend können wir noch einen kleinen Ausflug zu den umliegenden, verfallenen Weilern unternehmen. Es gibt noch allerlei Alltagsgegenstände aus dem Leben der Bauern zu sehen. Auch gibt es hier den einzigen Ziehbrunnen des Nationalparks.


Der zweite Tag bringt uns auf einem Höhenweg nach Cicogna, der kleinen Hauptstadt des Parks. Dabei passieren wir zunächst ein etwas anspruchsvolleres Stück, das mit Ketten gesichert ist. Später erleben wir dann den morbiden Charme der zahlreichen Geisterdörfer, die sich entlang des Weges befinden und längst vom Wald vereinnahmt sind, inklusive vieler hundert (!) Kilometer verfallener Terrassen und einer alten Weinpresse. Geschichte hautnah.


Von Cicogna steigen wir in das zweite Haupttal des Nationalparks ab, das Val Pogallo. Unten überqueren wir wiederum einen rauschenden Bach (Badestelle) und steigen zwar steil, doch auf einem gut erhaltenen Weg zu einer der hübschesten Hütten der Gegend hinauf. Dort bleiben wir für die zweite Nacht.

Auf Wunsch und bei entsprechend gutem Wetter bietet sich von hier ein abendlicher Ausflug auf den nahen Pizzo Pernice an. Von dort lässt sich ein grandioses Nachtpanorama bewundern: die Lichter am Lago Maggiore und Mailands beleuchten die Ebene unter uns.


Am letzten Tag können wir denselben Blick bei Tag bewundern, denn wir wandern über diesen Gipfel den Grat entlang, der uns schließlich nach einem langen Abstieg über Runchio, Cossogno und eine schöne Bogenbrücke zurück nach Rovegro bringt. In der Schlucht kurz vor Rovegro passieren wir eine Stelle mit zahlreichen Wasserfällen (je nach Wasserstand), die auf dem Umschlag des Buches zu sehen sind.


Rückkehr am frühen Nachmittag.


Es besteht die Möglichkeit, die Runde auf vier Tage zu verlängern. Dann ändern wir die Route etwas und verbringen die erste Nacht in der Corte Buè, einer weiteren Ruinensiedlung mitten im Val Grande. Am zweiten Tag erklimmen wir den Monte Faiè und steigen auf anderen Pfaden nach Velina ab. Ab dem dritten Tag weiter wie oben beschrieben.


Höhendifferenzen:

1. Tag: + 990m, - 680m

2. Tag: + 1260m, - 580m

3. Tag: + 240m, - 1230m


beste Jahreszeit: März bis November


Leistungen:

-Transfer ab Domodossola, Verbania und innerhalb des Val d'Ossola; andere Orte auf Anfrage

-Führung wie beschrieben

-Verpflegung: Brotzeit, Müsli-/Schokoriegel, zwei warme Mahlzeiten (Suppe, Pasta/Risotto, Nachtisch), Frühstück (Müsli, Kaffee, Tee)

-Übernachtungen in den einfachen Unterkünften von Velina und Curgei


maximale Teilnehmerzahl 4 Personen

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