Ausrüstung für die Wanderung

Auch wenn jeder Teilnehmer für seine Ausrüstung selbst verantwortlich ist, sende ich bei Buchung ein ausführliches Infoblatt zu allen Anforderungen der Tour einschließlich Gepäck.


Hier schon ein paar Hinweise vorweg.


Ein absolutes Muss sind:

 

für Tagestouren in einem kleinen Rucksack

-Bergschuhe knöchelhoch mit Profilsohle (bzw. für einfache Touren Trekkingschuhe oder gute Turnschuhe mit Profilsohle)

-funktionelle Kleidung

-Wind- und Regenschutz

-gefüllte Trinkflasche (empfohlen min. 1 Liter)

-Sonnenschutz (Creme, Kopfbedeckung)

 

für Mehrtagestouren (zusätzlich zum oben genannten) in einem Trekkingrucksack

-Schlafsack mit guter Isolationswirkung (kein Hüttenschlafsack!), verpackt in einer Plastiktüte (darf bei Regen auf keinen Fall nass werden)

-Isomatte

-wärmende Kleidung, z.B. Fleecepulli, Mütze

-Kleidung zum Wechseln

-Stirn- oder Taschenlampe

-Essgeschirr (Suppenteller, Becher, Gabel, Löffel, Messer)

-Hygieneartikel wie z.B. Zahnbürste, Taschentücher etc.

 

Sämtliche Informationen zur Ausrüstung einer Mehrtagestour gibt es HIER als pdf. 


Und ganz wichtig: Gesundheit sowie die erforderliche Kondition und Trittsicherheit muss jeder immer im Gepäck haben!


Der Proviant wird stets von mir gestellt und vor Beginn der Tour auf die Teilnehmer verteilt.


Kleiner Tipp: ein Fläschchen Wein findet in jedem noch so voll gepackten Rucksack Platz und ist stets eine ganz besonders willkommene Belohnung nach einem anstrengenden Tag!


Darüber hinaus kann natürlich jeder nach seinen eigenen Vorstellungen seinen Rucksack bepacken. Immer daran denken: weniger ist oft mehr! Bei einem langen Marsch durch die Wildnis spürt man jedes Gramm auf dem Rücken...



Und hier noch ein kleiner Überblick über die Ausrüstung, der ich nach inzwischen 30 Jahren Südalpenerfahrung vertraue.


Dies soll nur ein gewisser Anhaltspunkt sein, auf keinen Fall eine Vorgabe für die eigene Ausrüstung! Jeder hat seine eigene Vorstellung davon, was unbedingt „mitgeschleppt“ werden muss und was lieber zuhause bleibt. Da möchte ich niemandem reinreden - solange die individuelle Ausrüstung ein sicheres und unbeschwertes Bergerlebnis ermöglicht, ist sie die richtige!


Etliches davon müssen die Teilnehmer sowieso nicht dabei haben (z.B. Kochutensilien) – wie gesagt, alles nur ein allgemeiner Anhaltspunkt, aber vielleicht ganz hilfreich für die eigene Planung. Dazu kommt, dass es sich teilweise um entsprechend teure Profiprodukte handelt. Wer nicht das ganze Jahr in den Bergen unterwegs ist, für den tun es meist auch die etwas erschwinglicheren Varianten. (NB Von keiner der hier genannten Firmen erhalte ich in irgendeiner Form Sponsoring.)


Kleidung

-Unterwäsche: Baumwolle

-T-Shirt: normales Baumwollprodukt (ich bin einfach kein Freund der Funktionswäsche), im Winter ein Merino-Unterhemd. Von beidem trage ich jeweils ein Teil am Körper und eines im Rucksack, das genügt vollauf.

-Hose: Fjällräven G1000, unkaputtbar, moskito-, dornen- und brennesseldicht; im Winter dazu eine dicke Skiunterhose; für den Regenfall eine Überhose von Berghaus.

-Pullover: Merino von H&M – dasselbe gibt es auch in teuer...; im Winter dazu ein Fleecezipper und eine sehr leichte Daunenjacke, ebenfalls kein Markenprodukt.

-Regenjacke: Arc'teryx Beta LT, unglaublich teuer, unglaublich gut! High-End-Ausrüstung, auf die Bergführer schwören. Extrem leicht, atmungsaktiv, wasser- und winddicht. Aber wegen des Preises sicher nur denjenigen zu empfehlen, die wirklich sehr oft draußen sind.


-Mütze: winddicht und warm

-Piratentuch oder Baseballcap als kopfbedeckenden Sonnenschutz

-Handschuhe: leichte, dünne Fleecehandschuhe, bei kälteren Temperaturen und Schnee die eher dicken Skihandschuhe

-Skibrille, Sonnenbrille bei entsprechender Schneelage

-Schuhe: Meindl Perfekt – Vollleder, zwiegenäht und mit über 1,2kg pro Schuh wohl auch ultimativ schwer – manch einer mag mich für verrückt halten, mit diesen Klötzen an den Füßen selbst im Hochsommer unterwegs zu sein, doch für mich sind sie zu einer zweiten Haut geworden – bequem, wasserfest, atmungsaktiv, unzerstörbar und der Garant für eine blasenfreie Tour.

Für Touren auf nicht ganz so anspruchsvollen Wegen und mit etwas weniger Gepäck auf den Schultern gönne ich mir auch leichtere Schuhe, nämlich die Lowa Renegade - ein weit verbreiteter Klassiker, den man sicher jedem Durchschnittswanderer empfehlen kann.

Und für die ganz einfachen Wanderungen habe ich mir noch ein Paar von Quechua zugelegt, günstig und recht bequem, aber natürlich nicht für Offroad-Touren geeignet.

-Socken: ich vertraue auf Mamas Stricksocken, in Wolle schwitzt man nicht und sie tragen sich einfach angenehm; teure Markenprodukte laufen sich genauso schnell durch  

-Gamaschen bei Schnee, Regen und/oder nassem Gras 

-ein Paar leichte Gummilatschen (vergleichbar mit Crocs) für die Abende auf den Hütten


Rucksack

-für (wirklich sehr lange) Mehrtagestouren (mit Zelt): Tatonka Bison 90 Liter, der steckt auch Gewichte bis über 25kg gut weg; dazu die passende Regenhülle

-für (fast alle) Mehrtagestouren: Tatonka Yukon 60 Liter, sitzt perfekt - ich bin ein bekennender Tatonka-Fan! 

-die kleine Tour bestreite ich mit einem Quechua 40 Liter Rucksack


Schlafsack

-Cumulus Daunenschlafsack (Teneqa 700), Komfort bis minus 7, und wiegt nicht mehr als 1 kg - perfekt

-wenn es nachts nicht mehr unter 10 Grad geht: ebenfalls ein Cumulus Daunenschlafsack (Lite Line 300), nur eben die leichtere Ausführung - ich schwöre auf Daune, Kunstfaser erreicht nach wie vor nicht diesselbe Leistung

-Isomatte: Thermarest Pro Lite, bequem und für eine aufblasbare Matte schön leicht; Gewichtsfetischisten kann ich auch die Z-Rest-Schaummatte ("Eierkarton") empfehlen, ebenfalls von Thermarest; Vorsicht bei den ganz leichten aufblasbaren Produkten, da das Material laut knistert und raschelt und man daher nicht gut darauf schläft


Utensilien

-Quechua Trekkingstöcke (ungefedert, um stets ein sicheres Gefühl für den Untergrund zu haben)

-sehr einfacher Gaskocher mit Camping-Gaz-Kartusche C204

-1,2-Liter-Kochtopf, Besteck, Aluteller, Kunststoffbecher

-Anzündwürfel (Holz-Wachs-Gemisch)

-Gasfeuerzeug

-1,5-Liter-Trinkflasche (Sigg) oder im Winter 1-Liter-Thermoskanne

-Micropur Wasserdesinfektionstabletten mit Chlor (müssen praktisch nie verwendet werden)

-faltbarer 10-Liter-Wasserkanister für die abendliche Bevorratung (Promens)

-Schweizer Taschenmesser (Mini-Ausführung mit Messer, Schere, Nagelfeile, Pinzette)

-Klappsäge von Fiskars (lang) bzw. Stihl (kurz)

-LED-Stirnlampe

-einige Kerzen (Stabkerzen; keine Teelichte, da diese nur wenig Licht geben)

-Kartenmaterial (Geo4Map)

-Höhenmesser (zur Orientierung unersetzbar, im Gegensatz zum Kompass, den man in den Alpen definitiv nicht braucht)

-einige Plastiktüten (für Abfall, Schmutzwäsche etc.)

-Fotoapparat (Kompaktkamera für die Hosentasche)

-Mobiltelefon - aber Achtung, man hat nur sehr selten Empfang!

-Kugelschreiber und etwas Papier

-etwas Schnur (verwendbar z.B. als Wäscheleine oder Schnürsenkelersatz)

-etwas Bargeld und die wichtigsten persönlichen Dokumente


Erste Hilfe

-Rettungsdecke

-Pflaster

-Mullbinden

-Verbandsmaterial

-Leukoplast (auch für den täglichen Bedarf anstelle eines Klebebandes)

-Kohletabletten

-leichtes Schmerzmittel

-Wundsalbe, Desinfektionsspray

-einen Wiesel, um sich gegen Basilisken zu verteidigen (die Gegend ist voll davon)

 

Hygiene

-parfümfreie Seife, um die klaren Bergbäche nicht unnötig zu belasten - gibt es teuer als Outdoor-Seife oder sehr günstig bei allen größeren Drogerien wie DM, Müller, Rossmann etc.

-Zahnpasta und Zahnbürste, beides in der kleinen Reiseausführung

-Microfaser-Handtuch (30 Euro für einen Fetzen Stoff, aber das Trocknungs- und Gewichtsproblem ist damit gelöst)

-eine (halbe) Rolle Toilettenpapier

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