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A02 - Val Grande Norddurchschreitung
Gebiet:
Val Grande
Dauer:
4 Tage
Teilnehmer:
max. 4

Bilder der letzten acht Führungen dieser Tour

 

Augangspunkt: Trontano

 

Herrliche, unglaublich abwechslungsreiche Wanderung durch die Wildnis des Val Grande Nationalparks, durchaus herausfordernd und abenteuerlich, ohne jedoch dabei zu übertreiben. Ideal für alle Bergfreunde, die das besondere Erlebnis suchen!

Die Top-Tour unter den Top-Touren und meine absolute Empfehlung!! Neue Routenführung 2017!

 

Wir starten im kleinen Dörfchen Trontano, das auf einem Balkon über dem Ossolatal liegt. Dorthin wird uns am Ende der Tour die berühmte Centovalli-Bahn (hier Vigezzina genannt) zurück bringen. Nachdem wir den hübschen Weiler Cocco durchquert haben, verlassen wir die markierten Wege und steigen auf einem kleinen Pfad durch eine eindrucksvolle Schlucht nach Briasca auf. Hin und wieder öffnet sich ein großartiges Panorama auf das Obere Ossolatal und das Valle Vigezzo.

In Briasca stehen zwar diverse Wegweiser, von Markierungen fehlt aber nach wie vor jede Spur... Ein teilweise schmaler Steig bringt uns durch Buchenwald und über ein paar Bäche zur großen Almweide von Parpinasca mit dem gleichnamigen Rifugio. Sollte es geöffnet haben, können wir uns dort einen Kaffee genehmigen.

Weiter geht es, nach wie vor steil, hinauf zur Kuppe von Nava. Ein kurzer Abstecher führt uns zum dortigen Kreuz mit einem grandiosen Blick auf Domodossola. Nun haben wir den langen Aufstieg hinter uns und wir queren im leichten Auf und Ab hinüber zum Ziel des Tages, dem Bivacco Rina. Inmitten eines lockeren Lärchenwaldes gelegen, können wir uns an der frischen Quelle laben und auf den spektakulären Sonnenuntergang hinter den Walliser Viertausendern warten... Das Panorama von hier oben ist schlicht und ergreifend fantastisch.

 

Am nächsten Tag folgen wir weiter dem Höhenweg, nun stets leicht ansteigend. Durch Lärchenwald und einzelne Geröllfelder biegt er in den großen Kessel von Menta, überschreitet dort eine Rinne und führt uns schließlich zur gleichnamigen Alp. Noch können wir hier einige Überbleibsel der Bauern betrachten, doch der Zahn der Zeit nagt stark an den einsturzgefährdeten Steinhäusern...

Nach einem weiteren, kurzen Anstieg erreichen wir einen echten Höhepunkt der Tour: die Scala di Ragozzale. Schon vor vier Jahrhunderten konstruierten die Hirten eine kühne Treppenkonstruktion und meisselten einen Einschnitt in den Fels, damit die Kühe die dahinter liegenden Weiden erreichen konnten. Sie wurde zuletzt im Jahr 1880 renoviert und trotzt nach wie vor Wind und Wetter. Damals wie heute stellt sie den Eingang ins Val Grande dar, und nirgends ist die Grenze zwischen Zivilisation und Wildnis, Lärm und Stille so deutlich wie hier.

Auf der anderen Seite befindet sich die Alpe Ragozzale mit dem gleichnamigen Bivacco, wo wir rasten können.

Nun haben wir die Möglichkeit, je nach Wetter und Lust und Laune, auf den dritthöchsten Gipfel des Nationalparks zu steigen. Ohne Gepäck erreichen wir die Testa di Menta ohne große Mühe.

Zurück am Wanderweg folgen wir diesem durch eine steile Grasflanke. Der Pfad wurde 2015 restauriert, dennoch ist hier nach wie vor ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit unerlässlich! Spätestens hier werden wir froh über unsere Trekkingstöcke sein...

Nachdem wir diese Passage überwunden haben, folgen wir stets dem abwechslungsreichen Rücken von Mottac, mal links, mal rechts der lärchenbestandenen Gratschneide. Einer der schönsten Wege im Val Grande! Und an dessen Ende wartet die schönste Hütte auf uns, das Bivacco Mottac.

In diesem Haus im Zentrum des Nationalparks habe ich den Winter 2010/11 verbracht (Bilder). Es ist zweifellos die am spektakulärsten gelegene Hütte des Parks. Die komplette, riesige Schlucht des Val Grande liegt uns hier oben zu Füßen, und man hat quasi einen 360-Grad-Blick auf den Bergkessel des Nationalparks.

 

Am dritten Tag tauchen wir in den riesigen Buchenwald des Parks ein. Kaum vorstellbar, dass hier Mitte der Fünfziger Jahre kein Baum stand... Auf einem steilen, aber gut angelegten Weg geht es über viele Serpentinen hinunter ins eigentliche Val Grande, dem großen Tal. Unten angekommen, folgen wir der Schlucht wieder bergauf, passieren ein paar Ruinen und steigen zu zwei wilden Furten ab. Während der Schneeschmelze oder nach Regenfällen heißt es hier: Schuhe aus!

Es folgt der lange Anstieg zu einem der nördlichen Portale des Parks, der Bocchetta di Vald. Unterwegs passieren wir die sehr schön gelegene Alpe Vald di sopra. Hier stand bis 2016 ein Bivacco, das jedoch durch einen Brand zerstört wurde.

Oben am Pass blicken wir nochmals zurück über weite Teile des Nationalparks, ganz am Horizont taucht auch das große Massiv des Monte Rosa auf. Auf der anderen Seite sehen wir schon unser nächsten Ziel, das Bivacco Bondolo. Über einen guten Pfad steigen wir dorthin ab und quartieren uns für die Nacht ein.

 

Der letzte Tag bringt uns wieder zurück in die Zivilisation, doch wie steigen nicht einfach nur ab, sondern queren nochmals einen sonnenverwöhnten Hang. Um dorthin zu gelangen, folgen wir dem Wanderweg bis zur obersten Alm im Valle del Basso, All'Erta. Von dort führt eine schöne Mulattiera hinauf nach Al Cedo, wo sich eine private Hütte des Club Alpino Italiano befindet. Ich bin im Besitz des Schlüssels und serviere gerne einen Kaffee. Und sollten am Vortag in Bondolo noch Kräfte übrig sein, gehen wir gleich am Abend des dritten Tages hier her. Als Lohn der Mühen erwarten uns eine warme Dusche und weiche Matratzen...

Von Al Cedo folgen wir einem schmalen Pfad, der ohne große Höhendifferenzen die Hänge der Alpi del Basso quert und uns zur panoramareichen Cappella di Larecchio bringt. Von hier haben wir einen eindrucksvollen Blick in die Centovalli und auf die Tessiner Berge.

Nun folgt endgültig der Abstieg nach Santa Maria Maggiore, zunächst durch Lärchenwald, dann auf einer breiten und kunstvoll angelegten "Strà dìi Vacch" (Kuhstraße) durch Tannenwald. Unten angekommen wandern wir auf einem kleinen Schleichweg zum Bahnhof, bei dem wir in den Bummelzug der Vigezzina steigen.

 

 

Ankunft am Nachmittag.

 

 

Höhendifferenzen:

1. Tag: + 1272m, - 70m

2. Tag: + 620m, - 650m (Testa di Menta zusätzlich + 200m, - 200m)

3. Tag: + 966m, - 1066m

4. Tag: + 465m, - 1250m

 

 

Leistungen:

-Transfer ab Domodossola - andere Orte auf Anfrage

-Zugfahrt Santa Maria Maggiore - Re

-Führung wie beschrieben

-Verpflegung ausreichend für vier Tage: Brotzeit, Müsli-/Schokoriegel, drei warme Mahlzeiten (Suppe, Pasta/Risotto, Nachtisch), Frühstück (Müsli, Kaffee, Tee)

-Übernachtungen in den einfachen Unterkünften Rina, Mottac und Bondolo (bzw. Al Cedo)

 

Tarife

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