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B02 - Einsames und wildes Anzasca
Gebiet:
Monte Rosa
Dauer:
4 Tage
Teilnehmer:
max. 4

Bilder von Führungen dieser Tour

 

Ausgangspunkt: Borgone bei Ceppo Morelli

 

Eindrucksvolle Wanderung durch die unbekannten Berge des Valle Anzasca. Wir verlassen oft die bekannten Wege und bewegen uns in wildem, jedoch nicht allzu anspruchsvollem Terrain. Dabei besteigen wir einen der berühmtesten (und doch relativ schwach frequentierten) Panoramagipfel, besuchen die älteste noch erhaltene Alm der Alpen und nächtigen in kleinen Hüttchen, die (fast) niemand kennt.

Diese wohl schönste Tour auf den kühlen Höhen der Monte-Rosa-Berge ist ganz klar meine große Empfehlung für den heißen italienischen Sommer!

 

Zunächst fahren wir von Pontegrande, dem Ziel der Route, ein kurzes Stück mit dem Linienbus ins Valle Anzasca hinein. Dann geht es los: auf einem alten, vergessenen Bauernpfad winden wir uns in die Höhe, zunächst durch Kastanien-, dann durch Buchenwald. Nach dem ersten steilen Anstieg erreichen wir einen aussichtsreichen Platz, und wir erblicken erstmalig die imposante Ostwand des Monte Rosa.

Weiter geht es über rauschende Bäche und durch große Alpenrosenfelder hinauf. Bald lassen wir die Baumgrenze hinter uns und befinden uns inmitten einem Amphitheater der Wasserfälle. Eine dieser Flanken durchsteigen wir, über Felsbänder und Geröllhalden, ehe sich der Hang zurücklegt und das große Weideland von Cortenero freigibt. Hier, in der historischen Umgebung der ältesten Alm der Alpen, befindet sich auch unsere erste Hütte. Sie wurde in einem 300 Jahre alten Bauernhaus errichtet und bietet uns Schutz für die Nacht.

Am nächsten Tag wandern wir, nun weniger steil, über riesige Gras- und Felsflächen hinauf zu einer schönen Seenlandschaft. Dabei öffnen sich immer großartigere Panoramen auf die höchste Wand der Alpen. Der Monte Rosa ist der einzige Berg Europas, der in Bezug auf Steilheit und Vereisung himalayanische Ausmaße erreicht.

Oben angekommen queren wir ohne wesentliche Höhendifferenz über weitläufige Geröllfelder zum Ziel des Tages, dem Bivacco Lamè. Mitten in dieser Mondlandschaft lädt bei heißem Hochsommerwetter der nahe See bei dieser hübschen und schwach frequentierten Unterkunft sogar zum Baden ein.

Da wir noch ausreichend Zeit haben, steht nun der erste Gipfel auf dem Programm, der Pizzo San Martino (2733m). Ohne schweres Gepäck, das wir in der Hütte deponieren... Steil führt ein kleiner Pfad hinauf, am Ende werden einige wenige Stufen mit Hilfe von Fixseilen gemeistert.

Das Panorama hier oben ist schlicht und ergreifend überwältigend. Auf der einen Seite liegt uns der Lago Maggiore, das tiefe Val d´Ossola und der Val Grande Nationalpark zu Füßen, auf der anderen strahlen die gewaltigen Walliser Viertausender in erhabenem Weiß. Monte Rosa, Strahlhorn, Rimpfischhorn, Allalin, Alphubel, Dom, Weissmies...

Nach unserer Rückkehr in Lamè erwartet uns ein gemütlicher Abend in dem schönen und gut beheizbaren Häuschen.

Am Tag Nummer drei steht zunächst der Abstieg ins Tal von Asinello an. Wir passieren den kristallklaren Bergsee Lago Grande und wandern dann auf einem alten Maultierpfad an Wasserfällen und aufgegebenen Almweiden vorbei. Nach der Alpe Asinello tauchen wir in Lärchenwald ein, bis wir schließlich die Alpe Briga erreichen. Obwohl wir hier schon wieder recht weit unten im Tal sind, können wir einen einmaligen Blick über fast das gesamte Valle Anzasca genießen. Der Monte Rosa auf der anderen Seite, der Monte Pedum, der Symbolberg des Nationalparks Val Grande, auf der anderen!

Nun verlassen wir wieder den offiziellen Weg und queren auf einem alten Pfad ins Nachbartal hinüber. Dann heißt es wieder, in den Aufstiegsmodus zu wechseln... Steil windet sich ein kleiner Weg durch Grashänge hinauf, an deren Ende sich das Quartier für die Nacht befindet. Es handelt sich um einen echten Geheimtipp!

Am nächsten und letzten Tag bietet sich uns noch die Gelegenheit, einen kleinen aber feinen Gipfel zu besteigen, von dem wir nochmals einen fantastischen Blick ins Ossolatal erleben.

Dann folgt der lange, doch abwechslungsreiche Abstieg auf historischen Wegen, die noch gut unterhalten sind. Vorbei an zahlreichen Weiden, Wasserfällen und Schluchten und durch majestätischen Buchenwald wandern wir bis hinunter nach Pontegrande, wo unser Abenteuer endet.

 

Rückkehr am Nachmittag.

 

 

Höhendifferenzen:

1. Tag + 1329m, - 35m

2. Tag + 901m, - 517m

3. Tag + 795m, - 1222m

4. Tag + 350m, - 1822m 

 

Leistungen:

-Transfer ab/nach Domodossola und dem oberen Val d'Ossola - andere Orte auf Anfrage

-Busfahrt Pontegrande-Borgone

-Führung wie beschrieben

-Verpflegung ausreichend für vier Tage: Brotzeit, Müsli-/Schokoriegel, drei warme Mahlzeiten (Suppe, Pasta, Risotto), Frühstück (Müsli, Kaffee, Tee)

-Übernachtungen in den einfachen Unterkünften Cortenero, Lamè und Tavernetta

 

Tarife

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